Zwischen Realismus, Erotik und Selbstinszenierung
Ein persönlicher Einblick in meine Arbeit
Als Bleistift-Künstler bewege ich mich bewusst an der Schnittstelle zwischen klassischer Portraitzeichnung und moderner erotischer Kunst. Mich interessiert nicht das Offensichtliche, sondern der Moment davor – der Blick, die Haltung, die Spannung im Körper. Genau dort entsteht für mich Sinnlichkeit.
Diese Zeichnung ist Teil meiner Auseinandersetzung mit moderner Pin-Up-Ästhetik. Die Inspiration stammt aus der zeitgenössischen Popkultur, doch im Mittelpunkt steht nicht die dargestellte Person als öffentliche Figur, sondern der Ausdruck von Stärke, Weiblichkeit und Selbstbewusstsein.

Erotik als Haltung, nicht als Handlung
In meiner Arbeit versuche ich, Erotik nicht über explizite Inhalte zu definieren, sondern über Präsenz. Die Pose ist offen, der Blick selbstsicher, beinahe herausfordernd – ohne voyeuristisch zu wirken.
Die Krone ist kein realistisches Accessoire, sondern ein bewusst eingesetztes Symbol. Sie steht für Selbstbestimmung, Inszenierung und Kontrolle über den eigenen Körper. Für mich ist sie ein Gegenpol zur klassischen Objektifizierung und macht die Figur zur aktiven Protagonistin.
Das Haar ist locker und lebendig gezeichnet, mit sichtbarer Bleistiftstruktur und feiner Linienführung. Diese Technik bringt Bewegung in das Porträt und ergänzt die ruhige Gesamtkomposition. Der Mund ist geschlossen, mit einem dezenten, kaum angedeuteten Lächeln, das Raum für Interpretation lässt und dem Porträt eine subtile emotionale Spannung verleiht.
Technik & zeichnerischer Ansatz
🖋️ Graphit auf Schöllershammer 4R Zeichenpapier – Ich arbeite ausschließlich mit Bleistift und reduzierten Mitteln. Keine harten Konturen, keine dekorativen Effekte – stattdessen konzentriere ich mich auf:
- Tonwertabstufungen
- Licht und Volumen
- natürliche Anatomie
- weiche Übergänge statt Linien
Die Haut entsteht Schicht für Schicht. Mir ist wichtig, dass der Körper nicht „gezeichnet“ aussieht, sondern gefühlt werden kann. Kleine Unregelmäßigkeiten lasse ich bewusst stehen, weil sie zur Lebendigkeit beitragen.
Moderne Pin-Up-Kunst im heutigen Kontext – Warum ich diese Art von Kunst mache
Klassische Pin-Ups waren oft Projektionsflächen. Meine Arbeiten sollen dagegen Räume öffnen – für Interpretation, Nähe und Ambivalenz.
Diese Zeichnung bewegt sich zwischen Portrait, Aktstudie und zeitgenössischer erotischer Kunst. Sie richtet sich an Betrachter, die mehr suchen als reine Darstellung: an Menschen, die sich Zeit nehmen, Linien zu lesen und Licht zu spüren.
Ich zeichne, weil ich Körper nicht erklären, sondern zeigen möchte. Nicht perfekt, nicht gefällig, sondern präsent. Erotik ist für mich kein Genre, sondern eine Haltung – ruhig, selbstbewusst, klar.
Werkdetails
- Technik: Bleistift auf Zeichenpapier
- Stil: Realistische Portrait- und Aktzeichnung
- Thema: Moderne Pin-Up-Ästhetik, Sinnlichkeit, Symbolik, Persönlichkeit jenseits von Klischees
Als realistische Bleistiftportraitzeichnung spricht dieses Werk sowohl Kunstliebhaber:innen als auch Kenner:innen klassischer Zeichentechniken an.
Dieser Beitrag dokumentiert eine künstlerische Auseinandersetzung mit Jill Kassidy in Form einer realistischen Bleistiftzeichnung. Die Zeichnung ist Teil der Pin-Up Serie.
Auch aus dieser Serie sind die Bilder von Marie oder On the carpet
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